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Entstehung & Ziele von HERMINE

Die Entstehungsgeschichte

Im Oktober 2017 wurden wir auf einen Hilferuf auf Facebook aufmerksam: In Norditalien kamen immer mehr Geflüchtete an und waren gezwungen auf der Straße zu schlafen. Die Hilfsgüter gingen aus. Es wurde dringend Unterstützung benötigt! Wir – die Mobile Flüchtlingshilfe e.V. – beschlossen daher, eine Hilfsfahrt nach Gorizia auf die Beine zu stellen.

Die Problematik unserer Situation: Die Vorbereitungen solcher Hilfsfahrten kosten viel Zeit.

Zeit, die in plötzlich auftretenden Notlagen kostbar ist. Bisher realisierte Hilfseinsätze benötigten in der Regel eine Vorbereitungszeit von zwei bis drei Wochen. Grund dafür war, dass zuerst Gelder gesammelt werden mussten, um die Fahrt finanzieren zu können. Um Spendengelder zu akquirieren, musste auf die Lage in unserem Zielort und den geplanten Einsatz aufmerksam gemacht werden, Spendenaufrufe für Hilfsgüter mussten verbreitet sowie Annahmestellen aufgebaut und organisiert werden. Die gesammelten Spenden mussten außerdem gesichtet, sortiert und verpackt werden. Erst dann konnte sich ein Team auf den Weg machen, um eben diese Hilfsgüter und Spenden dorthin zu bringen, wo sie so dringend gebraucht wurden.

Tunnel in Gorizia
Tunnel Gorizia

Als die Vorbereitungen für unseren Hilfseinsatz nach Italien abgeschlossen waren und wir einige Wochen später vor Ort in Gorizia ankamen, stellten wir schnell fest, dass dies nicht die einzige Stelle war, an der dringend Unterstützung benötigt wurde. Etliche weitere Städte Norditaliens befanden sich in ähnlicher Lage. Sie waren – und sind immer noch – überfordert, überlaufen und unterbesetzt, wodurch rasant Versorgungsengpässe entstehen. Für uns war – und ist – das Wichtigste, unsere Vorbereitungszeit zu minimieren um möglichst schnell, möglichst effizient und möglichst viele Menschen in Notsituationen zu unterstützen.

Frühstück Vorbereitung
Frühstückausgabe

Die Idee:

“Wir bräuchten ein kleines Lager, so dass wir schneller zu Einsätzen aufbrechen könnten. Derzeit muss jeweils vor dem Einsatz in Windeseile das besorgt werden, was vor Ort dringend fehlt.”
Zitat von Christian Ludwig* im Mainpost-Artikel, Würzburger helfen Geflüchteten in Italien, vom 09.11.2017 | *Gründungs- und Vorstandsmitglied der MFH, Initiator des Projekts HERMINE

Diese Erkenntnis legte den Grundstein für das Projekt HERMINE: Eine Hilfsorganisation, die europaweit Missständen und Versäumnissen im Bereich der Versorgung und Betreuung von Geflüchteten entgegenwirkt und die effektiv – und vor allem zeitnah – Hilfe leisten möchte, ist mittel- und langfristig auf eine funktionierende Logistik und Lagerfläche angewiesen.

Hinter HERMINE steckt ein einfacher Grundgedanke

Unser Miteinander in Europa basiert auf gemeinsamen Grundwerten und Rechten, die auch eine Orientierung für unser Handeln darstellen. Diese Grundrechte stehen jedem in Europa zu –  und genau dafür wollen wir uns einsetzen.

Das bedeutet für uns, dass Menschen, die nach Europa kommen, um Schutz zu suchen, ein Recht darauf haben, mit dem Nötigsten versorgt zu werden. Dabei geht es uns um grundlegende Bedürfnisse, wie ausreichend Nahrung, eine Decke und eine Isomatte zum Schlafen oder ein “Dach” über dem Kopf. Wir verfolgen demnach keine politische Agenda – wir möchten humanitäre Hilfe leisten!

Wir möchten:

  •   adäquat und bedarfsorientiert Hilfe leisten
  •   Versorgungsengpässen in der europäischen Flüchtlingshilfe entgegenwirken
  •   innerhalb von 72 Stunden Hilfe auf den Weg schicken
  •   die europäische Flüchtlingshilfe besser miteinander vernetzen
  •   Hilfsorganisationen kontinuierlich mit Hilfsmitteln unterstützen
  •   nachhaltig arbeiten
  •   Unterstützung von Mensch zu Mensch leisten!
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